Freitag Morgen

Nach einem lecker Frühstück sind wir halb 10 am Hafen von Tulcea und warten auf unser Boot. Die Tour klingt sehr gut: für 55 Euro geht es auf Nebenstrecken vorbei an einem kleinen Fischerdorf zum einzigen tropischen Wald Europas (der gelbe Fleck rechts oben auf der Karte) Dort machen wir evtl. Mittag. Dann geht es weiter nach Sulima – dem östlichsten Ort im Delta. Dort im Hafen befindet sich auch der Kilometer 0 der Donau-Flusskilometer. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Einmündung ins Schwarze Meer allerdings noch einige Kilometer nach Osten verlagert. Das Delta weitet sich immer weiter aus. Nach einem Aufenthalt in Sulima geht es dann auf der Hauptschiffahrtsstrecke zurück nach Tulcea. 

Hotelsuche

Die Suche nach einer Pension oder Hotel gestaltet sich heute etwas schwierig. Meist ist nichts mehr frei oder nur noch ein 2-Bett-Zimmer verfügbar oder die Zimmer sind einfach nicht akzeptabel. Aber kurz vor 22 Uhr werden wir doch fündig und kommen im Hotel Corsar unter. Dort ist man sehr nett und bestellt beim Pizzaservice für uns, denn die Küche hat schon geschlossen. Auch mit unserer Bootstour kommen wir weiter. Wir können uns morgen einer kleinen Gruppe anschließen, die auch zum Kilometer 0 möchte. Und auch Alex‘ Reifenwechsel bekommen wir für den frühen Morgen organisiert. So hat der Abend doch noch einen erfolgreichen Abschluss gefunden :-)

Galati, Dreiländereck

Am späten Nachmittag durchqueren wir Braila. Noch nördlicher, in Galati, im Dreiländereck Rumänien-Moldawien-Ukraine setzen wir mit der Fähre auf die östliche Flussseite über. Dann fahren wir noch 80km bis Tulcea, einer Stadt im Donaudelta. Dort versuchen wir herauszubekommen, ab wieviel Uhr morgen die Boote nach Sulima, den Ort am Kilometer 0 der Donau, fahren. Denn auf der Strasse kann man diesen Punkt leider nicht erreichen.

Kloster Galita

In Rumänien besuchen wir bei Galita das orthodoxe Kloster Manastirea Dervent. Es hat einen sehr schönen Klostergarten. Auf dem Gelände wird zur Zeit auch eine neue, weitaus größere, Kirche gebaut.



Wieder in Rumänien

Am Vormittag kommen wir auf guten Strassen zügig voran und gegen Mittag überqueren wir in Salistra wieder die Grenze nach Rumänien. Auch die Donau bekommen wir immer wieder mal zu Gesicht. So können wir auch unsere Mittagspause in einem Cafe direkt am Fluss verbringen. Bzw. an einem seiner Arme, denn die Donau teilt sich hier oft.

Donaublick

Heute haben wir wieder etwas mehr Glück mit den Strassen. Bis Russe kommen wir gut voran und auch später sind die Strassen südlicher der Donau gut befahrbar. Und hin und wieder können wir auch einen Blick auf die Donau erhaschen.

Donnerstag Morgen

Heute kommen wir schon dreiviertel 9 los. In der Grenzstadt Russe fahren wir nicht über die Grenze nach Rumänien, sondern bleiben auf bulgarischer Seite südlich der Donau. Jetzt, 9:45 Uhr, sitzen wir an einer Tankstelle und machen Frühstück.

Südlich der Donau

Die ersten Kilometer in Bulgarien entlang des Südufers der Donau sind noch sehr schön. Aber dann müssen wir uns streckenweise doch recht weit von der Donau entfernen und die Straßen sind – sagen wir mal – sehr abwechslungsreich. Manche kurze Stücke sind neu geteert und eben, aber meist ist die Straße übersät von Schlaglöchern, welche die Autofahrer zu abruppten Bremsmanöver animiert. Andererseits lösen die Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen bei den PKW und LKW Fahrern keinerlei Reaktionen aus. Nur beim Fahrer einer silbernen Aprilia Pegaso aus Deutschland zeigen sie Wirkung :-).
Am Strassenrand und auch auf der Straße sehen wir viele überfahrene Hunde. Das ist aber bei der Masse von freilaufenden Strassenhunden hier kein Wunder.
Am Abend beschliessen wir, Richtung der Grenzstadt Russe doch die Europastrasse E85 zu nehmen. Abends checken wir dann gegen 21 Uhr im Fernfahrer-Motel „Magnolia“ in der Stadt Bjala ein.
Da es nur noch ein kleines Zimmer gibt, buchen wir die 2 Raum 3 Personen Luxus Suite mit Riesenbalkon dazu. Aber für 22 Euro können wir uns das gerade noch leisten ;-)
Kurz nach Mitternacht ist dann nach Pizza, Salat, Bierchen und Anisschnaps zur Verdauung Feierabend für heute.